Seite drucken | zurück zur Bildschirmansicht

presse | intern

Doppel-ICH- Die andere Seite des Horst Köhler

Doppel-ICH- Die andere Seite des Horst Köhler

Guildo Horn: „Gestatten, Horst Köhler…“
In seiner Autobiografie Doppel Ich – Die andere Seite des Horst Köhler schaut der deutsche Ausnahmekünstler auf sein bewegtes Leben zurück. Und dabei macht Köhlers alias Guildo Horns großartige Karriere als Musiker und Entertainer nur einen Teil von dessen Persönlichkeit aus. Vielmehr ist es seine intensive Arbeit mit geistig behinderten Menschen, die ihn nachhaltig geprägt hat.
Guildo Horn ist nicht nur derjenige, der die Nussecke zu einem ungeahntem Bekanntheitsgrad brachte und den deutschen Schlager Mitte der 90er aus der Totenstarre befreite. Er hat sich ebenso der Arbeit mit geistig behinderten Menschen verschrieben und auch auf den Höhepunkten seiner Karriere nie davon abgelassen. Zwei Seelen wohnen in seiner Brust, möchte man meinen. Diese jedenfalls liefern ausreichend Stoff für eine außergewöhnliche und faszinierende Biografie. Wer sonst, wenn nicht Guildo Horn selbst könnte davon erzählen, wie ihn die Arbeit mit behinderten Menschen geprägt hat und welche Erfahrungen daraus resultierten? Wer sonst könnte so respektlos über das Erwachsenwerden, das Sich-Selbst-Finden und den Starrummel fabulieren wie der „Meister“ selbst? Guildo Horns Blick zurück und hinter die Kulissen des Showbiz bietet dem Leser eine Vielzahl erhellender bis hin zu entblößenden Einblicke in ein Leben voller Tatendrang – absolut authentisch, herrlich vorwitzig und extrem selbstironisch. Eben typisch Guildo Horn.

In Doppel Ich – Die andere Seite des Horst Köhler blickt Guildo Horn zurück in seine Jugend: „Erste Alkoholvergiftung am 16. Geburtstag und exzessives Gefeiere im Kreise meiner Bandkollegen auf dem Weg zur innerlichen Einkehr und Katharsis“, erinnert sich der Autor. Genauso bewegt ging es dann weiter für den jungen Herrn Köhler, den „Schrecken der Lehrerschaft und ständigen Denkmeister aller Klassen“. Es folgt das Filetstück seiner Erzählung: die Reise zu den großartigen Bewohnern des Planeten der Freude. Der Meister erinnert sich an die schicksalhafte Wendung in seinem Leben: „Also Klappe. Horst, die Zweite! Schule aus, Schluss, vorbei und finito! Was nun, Samtköpfchen? Ernst des Lebens etc., keinen Plan … Gosse? Obdachlosigkeit? Unter der Brücke, Stricher, oder noch schlimmer: Banker? Der Familienrat tagte und entsandte mich auf meine erste exterrestrische Mission. Ein soziales Jahr in der Lebenshilfe Werkstätte für geistig Behinderte Trier. Hier treffe ich endlich normale Menschen, von denen ich lerne, wie man richtig durchs Leben stolpert. Ich studiere Pädagogik und mache mit meinem DoppelIch als Musiker Karriere. Ein Lebensweg, den ich ohne die Reise zu diesen außerirdisch Irdischen nie gegangen wäre.“

Zur Person:
„Gestatten: Köhler, Horst …! Nicht der Dröge, ständig Mahnende. Nein, ich bin’s: Der mit dem Horn tanzt! 63er Modell. Wassermann, im Aszendent Schlampe. Halbwaise seit meinem 7. Lebensjahr. Jüngster Hypochonder der Weinregion Mosel-Saar-Ruwer. Körperbau: athletischer Tropfen. Passionierter Schlagzeuger mit dem Hang zur Weltkarriere. Langjähriger Messdiener und Gefangener der „RKK“ (Römisch-katholischen Kirche).“

Guildo Horn, Musiker, Entertainer und Bühnenstar, wurde 1963 als Horst Köhler in Trier geboren. Sein Weg führte ihn aber nicht etwa in die Politik, sondern gemeinsam mit seiner Band, den „Orthopädischen Strümpfen“, geradewegs auf den Schlager-Olymp. Von seinen Fans nur „Meister“ genannt, sorgte Guildo Horns Teilnahme am Grand Prix d‘Eurovision de la Chanson 1998 bundesweit für Euphorie und Schlagzeilen. Viele Ehrungen und Preise für sein musikalisches Schaffen folgten, darunter ein Bambi, die Goldene Stimmgabel, der VIVA-Komet und der Echo-Award.

Weniger bekannt ist, dass der Diplom-Pädagoge vor seinem Durchbruch als Künstler viele Jahre bei der Lebenshilfe e.V. Trier gearbeitet hat. Hier leitete er nicht nur zahlreiche Musik- und Theaterprojekte, sondern fand auch persönliche Erfüllung in der Arbeit mit geistig behinderten Menschen. Da ihn sein ursprünglicher „Auftrag“ nie wirklich losließ, entwickelte Guildo Horn gemeinsam mit Frank Elstner das Talkformat „Guildo und seine Gäste“. Damit gelang es ihm als Erster in der europäischen TV-Landschaft, Menschen mit geistiger Behinderung einem großen Publikum nahe zu bringen. 2006 feierte die Sendung im SWR-Fernsehen Premiere, im Herbst 2008 geht sie bereits in die 4. Staffel. Locker, unverkrampft und stets auf Augenhöhe spricht Guildo Horn mit den eigentlichen Helden der Show über die unterschiedlichsten Themen und macht dabei auch vor Tabubrüchen nicht halt. Die Sendung erhielt 2006 den Paralympic Media Award und war im darauffolgenden Jahr für den Grimme-Preis nominiert. Sie wurde außerdem mit dem Medienpreis Bobby der Bundesvereinigung Lebenshilfe ausgezeichnet.

Doppel- Ich erscheint am 19.09.2008

Guildo Horn erobert die Opernbühne

Guildo Horn erobert die Opernbühne

17. November 2007 – Uraufführung – Leporellos Tagebücher
Musikalisches Kammerspiel nach Don Giovanni von W. A. Mozart
mit Guildo Horn, Douglas Yates
Bearbeitung & Künstlerische Leitung: Fabian Dobler
Regie: R. Christian Kube
Visuals: Dietmar Scholz


Singen, 5. Juli 2007. Die im September eröffnende Singener Stadthalle hat sich als erste echte Premiere eine außergewöhnliche Uraufführung ausgesucht: Leporellos Tagebücher, frei nach Mozarts Oper Don Giovanni, erzählt die Geschichte des Frauenhelden aus der Sicht seines Dieners Leporello – gespielt und gesungen von Guildo Horn. Künstlerisch verantwortlich zeichnet das Ensemble Operassion um den Dirigenten und Pianisten Fabian Dobler.

Don Giovanni – Frauenheld, Lebemann, Freigeist. Ein Teufelskerl, der reihenweise Herzen bricht und am Schluss buchstäblich zur Hölle geht. Ein starkes Stück. Zu stark für unsere coole Zeit? Das Ensemble Operassion (aus Oper und Passion) nähert sich Mozarts Oper mit Leidenschaft, aber in vollem Bewusstsein, was uns von dessen Welt trennt. In einer Mischung aus Faszination und Distanz. Man könnte auch sagen: aus Leporellos Perspektive.

Sein Blick ist unser eigener, ziemlich heutiger Blick. Leporello erschließt daher ein ebenso berauschendes wie schwieriges Stück Klassik dem breiteren Publikum. Und damit auch Zuschauern, die bislang wenig oder vielleicht gar keine Berührung mit Opern hatten. Die Besetzung der Titelrolle mit Guildo Horn wirkt vor diesem Hintergrund nur konsequent. Zumal der bekennende Genre-Trotter sich in letzter Zeit durch zahlreiche Partien in Musicals und Operetten für seine erste Opernrolle regelrecht freigesungen hat.




Die astreinen klassischen Credentials des übrigen künstlerischen Teams stehen bewusst in Kontrast zum „bunten Vogel“ Guildo Horn. Das 2004 gegründete Ensemble Operassion setzt getreu der Devise „Small is beautiful“ auf musikalisch fundierte Arrangements großer Werke für Kammerbesetzungen. Sein Künstlerischer Leiter Fabian Dobler war als international erfolgreicher Dirigent und Pianist unter anderem in Berlin, Houston, Innsbruck, Kopenhagen, München, Seoul, Zürich und am Teatro Argentino in Buenos Aires tätig. Leporellos Herrn und Gegenspieler verkörpert der amerikanische Bariton Douglas Yates – in seiner Heimat drei Mal in Folge als „Singer of the Year“ ausgezeichnet. Der mit 30 Jahren erblindete Träger des Metropolitan Opera Award verfügt über eine unglaubliche emotionale Präsenz und eine Stimmpower, die der schwierigen Partie besonders zugute kommt. Für die Regie wurde mit R. Christian Kube ein Künstler gewonnen, der üppige internationale Musiktheater-Erfahrung mitbringt.

Don Giovanni eignet sich durch Figurenkonstellationen und Handlung besonders gut für eine Konzentration im typischen Stil von Operassion: ein (Anti-)Held, drei Frauen, die Gesellschaft. Doblers Bearbeitung nutzt diese klare Struktur, um Zeitebenen und Aufbau des Plots neu zu arrangieren und den Kern des Stückes freizulegen. Als echter Klassiker lässt sich diese Oper dabei genausowenig festlegen wie das Leben selbst. Im Geiste des Originals überschreitet Leporellos Tagebücher Genre-Grenzen. Es entwickelt sich ein vieldeutiges „Sing-Spiel“ der parallelen Ebenen, das zwischen Tragödie und Komödie, Liebe und Tod, Heldentum und Chuzpe changiert. Leporello blickt zurück auf die Geschichte, aus der er selbst nur knapp mit heiler Haut entkommen ist. Das Stück entfaltet sich in einer eindrucksvoll verdichteten Bühnenumgebung: mit wenigen, starken Requisiten, ohne Kulissen, aber in einem multimedial angereicherten Raum (Konzept & Realisation: Dietmar Scholz).

Ausführliche Informationen unter: www.operassion.de

Neuartige Talkshow "Guildo und seine Gäste" im Südwestfernsehen

Neuartige Talkshow "Guildo und seine Gäste" im Südwestfernsehen Guildo Horn: Der Musiker, Entertainer und Schrecken aller Hairstylisten bekommt sein eigenes Late-Night Format im Südwestfernsehen.

Achtung! Die Sendungen werden zur Zeit bei ARD 1plus und im WDR Fernsehen wiederholt. Infos unter Termine.

Premiere:
Dienstag, 18. Juli, 23.00 Uhr.

weitere Termine:
Südwestfernsehen: 25.07., 01.08. und 08.08., jeweils um 23.05 Uhr

"Guildo & seine Gäste": Eine ganz normale und doch etwas andere Talkshow. Ein Wochenrückblick über die Themen die uns bewegen, kommentiert von Menschen, die auf eine besondere Art und Weise bewegen – Menschen mit geistiger Behinderung. Wie denkt ein Autist über die Fußball WM? Was sagt eine junge Frau mit Down Syndrom zum Thema Schönheitsoperation und welche Meinung hat ein Lernbehinderter über all das, was uns in bunten Bildern und großen Lettern tagtäglich diskutieren lässt. Bleibt Klinsmann Trainer der deutschen Nationalmannschaft, ist die Noch-Ehefrau von Ex-Beatle Paul Mc Cartney ein geldgieriges Monster oder eine Frau der bessere Kanzler?"

Immer im Vordergrund stehen Guildos Gäste, nicht ihr Handicap! Menschen, die ihre ganz eigene, oftmals verblüffende Art und Weise haben, die Dinge auf den Punkt zu bringen. Eine spannende, emotionale, und unterhaltsame Sendung, in der auch gelacht werden darf – nie über Menschen mit Behinderung aber gerne mit ihnen.

Und man kann sich sicher sein, dass der "Meister" auch diesmal in keine Schublade zu stecken sein wird. Auf seine ganz besondere Art wird der studierte Diplom Pädagoge mit seinen Gästen, mal erfrischend respektlos, mal behutsam und einfühlsam, umgehen. "Guildo und seine Gäste": Keine Sendung über, sondern mit Menschen mit Behinderung. Sehen Sie die Welt einmal mit anderen Augen und finden Sie selbst heraus, wer hier "nicht normal" ist – Sie oder Guildos Gäste.