Guildo Horn erobert die Opernbühne
17. November 2007 – Uraufführung – Leporellos Tagebücher
Musikalisches Kammerspiel
nach Don Giovanni von W. A. Mozart
mit Guildo Horn, Douglas Yates
Bearbeitung &
Künstlerische Leitung: Fabian Dobler
Regie: R. Christian Kube
Visuals: Dietmar
Scholz
Singen, 5. Juli 2007. Die im September eröffnende Singener
Stadthalle hat sich als erste echte Premiere eine außergewöhnliche Uraufführung
ausgesucht: Leporellos Tagebücher, frei nach Mozarts Oper Don Giovanni, erzählt die
Geschichte des Frauenhelden aus der Sicht seines Dieners Leporello – gespielt und gesungen von
Guildo Horn. Künstlerisch verantwortlich zeichnet das Ensemble Operassion um den Dirigenten und
Pianisten Fabian Dobler.
Don Giovanni – Frauenheld, Lebemann, Freigeist. Ein
Teufelskerl, der reihenweise Herzen bricht und am Schluss buchstäblich zur Hölle geht. Ein
starkes Stück. Zu stark für unsere coole Zeit? Das Ensemble Operassion (aus Oper und
Passion) nähert sich Mozarts Oper mit Leidenschaft, aber in vollem Bewusstsein, was uns von
dessen Welt trennt. In einer Mischung aus Faszination und Distanz. Man könnte auch sagen: aus
Leporellos Perspektive.
Sein Blick ist unser eigener, ziemlich heutiger Blick.
Leporello erschließt daher ein ebenso berauschendes wie schwieriges Stück Klassik dem
breiteren Publikum. Und damit auch Zuschauern, die bislang wenig oder vielleicht gar keine
Berührung mit Opern hatten. Die Besetzung der Titelrolle mit Guildo Horn wirkt vor diesem
Hintergrund nur konsequent. Zumal der bekennende Genre-Trotter sich in letzter Zeit durch zahlreiche
Partien in Musicals und Operetten für seine erste Opernrolle regelrecht freigesungen hat.
Die astreinen klassischen Credentials des übrigen
künstlerischen Teams stehen bewusst in Kontrast zum „bunten Vogel“ Guildo Horn. Das 2004
gegründete Ensemble Operassion setzt getreu der Devise „Small is beautiful“ auf musikalisch
fundierte Arrangements großer Werke für Kammerbesetzungen. Sein Künstlerischer
Leiter Fabian Dobler war als international erfolgreicher Dirigent und Pianist unter anderem in
Berlin, Houston, Innsbruck, Kopenhagen, München, Seoul, Zürich und am Teatro Argentino in
Buenos Aires tätig. Leporellos Herrn und Gegenspieler verkörpert der amerikanische Bariton
Douglas Yates – in seiner Heimat drei Mal in Folge als „Singer of the Year“ ausgezeichnet. Der mit
30 Jahren erblindete Träger des Metropolitan Opera Award verfügt über eine
unglaubliche emotionale Präsenz und eine Stimmpower, die der schwierigen Partie besonders
zugute kommt. Für die Regie wurde mit R. Christian Kube ein Künstler gewonnen, der
üppige internationale Musiktheater-Erfahrung mitbringt.
Don Giovanni eignet sich
durch Figurenkonstellationen und Handlung besonders gut für eine Konzentration im typischen
Stil von Operassion: ein (Anti-)Held, drei Frauen, die Gesellschaft. Doblers Bearbeitung nutzt diese
klare Struktur, um Zeitebenen und Aufbau des Plots neu zu arrangieren und den Kern des Stückes
freizulegen. Als echter Klassiker lässt sich diese Oper dabei genausowenig festlegen wie das
Leben selbst. Im Geiste des Originals überschreitet Leporellos Tagebücher Genre-Grenzen.
Es entwickelt sich ein vieldeutiges „Sing-Spiel“ der parallelen Ebenen, das zwischen Tragödie
und Komödie, Liebe und Tod, Heldentum und Chuzpe changiert. Leporello blickt zurück auf
die Geschichte, aus der er selbst nur knapp mit heiler Haut entkommen ist. Das Stück entfaltet
sich in einer eindrucksvoll verdichteten Bühnenumgebung: mit wenigen, starken Requisiten, ohne
Kulissen, aber in einem multimedial angereicherten Raum (Konzept & Realisation: Dietmar
Scholz).
Ausführliche Informationen unter: www.operassion.de
Neuartige Talkshow "Guildo und seine Gäste" im Südwestfernsehen
Guildo Horn: Der Musiker, Entertainer und Schrecken aller Hairstylisten bekommt sein eigenes
Late-Night Format im Südwestfernsehen.
Achtung! Die Sendungen werden zur Zeit
bei ARD 1plus und im WDR Fernsehen wiederholt. Infos unter Termine.
Premiere:
Dienstag, 18. Juli, 23.00 Uhr.
weitere Termine:
Südwestfernsehen:
25.07., 01.08. und 08.08., jeweils um 23.05 Uhr
"Guildo & seine Gäste": Eine ganz normale und doch etwas andere Talkshow. Ein
Wochenrückblick über die Themen die uns bewegen, kommentiert von Menschen, die auf eine
besondere Art und Weise bewegen – Menschen mit geistiger Behinderung. Wie denkt ein Autist
über die Fußball WM? Was sagt eine junge Frau mit Down Syndrom zum Thema
Schönheitsoperation und welche Meinung hat ein Lernbehinderter über all das, was uns in
bunten Bildern und großen Lettern tagtäglich diskutieren lässt. Bleibt Klinsmann
Trainer der deutschen Nationalmannschaft, ist die Noch-Ehefrau von Ex-Beatle Paul Mc Cartney ein
geldgieriges Monster oder eine Frau der bessere Kanzler?"
Immer im Vordergrund
stehen Guildos Gäste, nicht ihr Handicap! Menschen, die ihre ganz eigene, oftmals
verblüffende Art und Weise haben, die Dinge auf den Punkt zu bringen. Eine spannende,
emotionale, und unterhaltsame Sendung, in der auch gelacht werden darf – nie über
Menschen mit Behinderung aber gerne mit ihnen.
Und man kann sich sicher sein, dass
der "Meister" auch diesmal in keine Schublade zu stecken sein wird. Auf seine ganz
besondere Art wird der studierte Diplom Pädagoge mit seinen Gästen, mal erfrischend
respektlos, mal behutsam und einfühlsam, umgehen. "Guildo und seine Gäste":
Keine Sendung über, sondern mit Menschen mit Behinderung. Sehen Sie die Welt einmal mit anderen
Augen und finden Sie selbst heraus, wer hier "nicht normal" ist – Sie oder Guildos
Gäste.
Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt)
Eine rasante Achterbahnfahrt durch die bekanntesten Verse der Weltliteratur!
Mit
Guildo Horn, Obel und Tom Zahner
4. März – 9. April 2006 im
"Club" des Capitol Theaters Düsseldorf
Wer kennt schon Shakespeares sämtliche Werke? Würde man seine gesamten Stücke
ungekürzt zeigen, ergäbe dies eine Aufführungsdauer von fünf Tagen und fünf
Nächten.
Doch es geht auch kürzer: Ab März 2006 gibt es im Capitol
Theater Düsseldorf die einzigartige Gelegenheit, alle 37 Stücke des schreibwütigen
englischen Barden an einem Abend zu erleben. Von "Romeo und Julia" über "Ein
Sommernachtstraum" bis hin zu "Hamlet". Alles leicht gekürzt, denn: In der
Kürze liegt die Würze! Drei abenteuer-lustige Schauspieler machen das Unmögliche
möglich und begeben sich auf einen rasanten Streifzug durch alle 37 Werke des großen
britischen Dichters. In weniger als zwei Stunden übernehmen sie die unterschiedlichsten Rollen
und präsentieren ein wahres Feuerwerk an Gags, Pointen und skurriler Situationskomik.
Guildo Horn, Obel und Tom Zahner – so heißen die Wagemutigen, die dieses
besondere Kunststück auf die Bühne bringen, das in der Geschichte des Theaters ohne
Beispiel ist. Wie im Elisabethanischen Zeitalter verkörpern die drei Männer sogar
sämtliche Frauenrollen und bieten ein unverwechselbares, humorvoll-verdrehtes Medley aus den
bekanntesten Versen der Weltliteratur, das rasanter, frecher und witziger nicht sein könnte:
Von "Sein oder Nichtsein" bis "Es war die Nachtigall und nicht die Lerche"
– keines der weltberühmten Meisterwerke darf bei dieser originellen Hommage an
Shakespeare fehlen. Da wird "Othello" gerappt, "Hamlet" rückwärts
gesprochen, "Titus Andronicus" zur Kochshow umgewandelt, die Königsdramen zum
Sportereignis und alle Komödien zu einer einzigen verkürzt – diese freche und
humorvolle Mischung aus Originaltexten und Umgangssprache, Zitaten und Parodien macht Shakespeares
sämtliche Werke (leicht gekürzt) zu einem einzigartigen Theatererlebnis.
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