Außerirdisch
Die Inszenierung der Rocky Horror Show am Hagener Theater geht etwas freier mit der
Kult-Komödie um als die tourenden Show-Produktionen, die sich sklavisch genau an die
Original-Vorlage von Richard O’Brien halten müssen. Für die Rolle des Riff Raff haben sich
die Hagener einen ganz besonderen Darsteller geholt: Guildo Horn.
» Anschauen
kann man sich den Bericht des WDR hier
Guildo Horn als Zugpferd in Hagen
HAGEN Fast wäre nichts aus dem Kult um das Monster Rocky, den außerirdischen
Transvestiten Frank'n'Furter und sein schrilles Horrorschloss geworden. Als Richard O'Brian und Jim
Sharman 1975 ihr Musical "The Rocky Horror Show" nach knapp zwei erfolgreichen
Bühnen-Jahren ins Kino brachten, da wollte es kaum jemand sehen. Erst im zweiten Anlauf gab es
den Leinwanderfolg und den zündenden Funken zum Fan-Ritual.
In Hagen erwirbt der
Zuschauer mit seiner Karte das Komplett-Paket – ein Tütchen mit Utensilien samt Anleitung zum
mitmachen. Bei der Premiere funktionierte das tadellos. Gut platzierte Mitarbeiter und eingewiesene
Zuschauer fungierten als Initiatoren, denen das Publikum folgte.
Spezialisten zu
Gast
Das Theater Hagen hat mit Regisseur Holger Hauer sowie den Darstellern Henrik
Wager als Frank'n'Furter und Susanna Mucha als Columbia mehrere Musical-Spezialisten zu Gast, als
prominentes Zugpferd zudem Schlagersänger Guildo Horn als Butler Riff Raff. Für die Musik
sorgt Horns ausgezeichnet aufspielende Band "Die Orthopädischen Strümpfe".
Die Produktion profitiert von den Spezialisten, vor allen von der starken Regie Holger Hauers
und der kongenialen Ausstattung von Sandra Fox. Jeffery Krueger und Tanja Schun lassen als
unbeholfenes Pärchen Brad und Janet weder komödiantisch noch gesanglich Wünsche
offen. Und Marilyn Bennett gibt an Horns Seite eine glänzende "Magenta".nzende
Außerirdisches auf schrillen Plateausohlen
Die Bühne zeigt das schräge Kult-Musical jetzt als abgedrehtes Märchen, in dem ein
unglaublich gutes Ensemble den Horror sexy rockt. Ein Paradies für Schuhfetischisten und ein
super Training für die Lachmuskeln.
Der Hagener Frank’n’Furter ist eine Mischung
aus dem jungen Michael Jackson mit Riesen-Afro und Peter Pan. Er trägt mehr Lidschatten als
Elizabeth Taylor in „Kleopatra“ und ist ebenso selbstsüchtig wie einsam „Es ist nicht leicht,
sich zu amüsieren“, klagt Frank.
Im Theater Hagen ist es allerdings derzeit sehr
leicht, seinen Spaß zu haben. Denn so etwas kann – im Unterschied zu glattgebügelten
Tourneeproduktionen – nur das Stadttheater: eine parodistische Geschichte, die derart populär
ist, dass sie selbst zum Ritual wird, mit neuer Bedeutung aufladen. Das gelingt Regisseur Holger
Hauer und Ausstatterin Sandra Fox nicht nur durch den Zeitsprung in die 70er Jahre. Es glückt
vor allem, weil die Regie die Rocky-Figuren nicht wie Klischees behandelt, obwohl sie längst
Ikonen der Popkultur sind. Und weil dadurch bei allem Witz auch so manche Wahrheit transportiert
wird.
Sandra Fox hat den ganzen Horror der 70er in ihre Bühne gepackt. Schrilles
geometrisches Design beißt sich mit einem Michelangelo-Torso: Das Idealbild des Mannes, so wie
Frank ihn sich backen will. Die großen Effekte sind grandios, aber es sind die unzähligen
kleinen liebevollen Details, die diese Inszenierung zu einem Riesen-Erfolg machen. Etwa, wenn
Erzähler Orlando Mason beim ungefähr fünfhundertsten rituellen
„Boring“-(Langweilig)-Ruf aus dem Publikum eine Bohrmaschine zückt. Oder wenn Guildo Horns
Sonic Oscillator sich als Antennenradio mit phallischem Joystick entpuppt. Das ist eine lustvolle
Plünderung der kollektiven Bilderwelt dieser Epoche, die beweist: Die 70er waren wirklich
außerirdisch.
Henrik Wager tritt nicht als Spitzentransi auf, sondern in
knallengem Leder. Wager ist ein toller Sänger, und er ist zudem ein höchst präsenter
und beweglicher Darsteller, der als Tucken-Diva bezaubernd schmollen kann und mit Kettensäge
und Elektromesser so hausfraulich-brutal umgeht wie Margaret Thatcher seinerzeit mit den britischen
Gewerkschaften.
Guildo Horn lässt viel Brusthaar aus seinem Reptilien-Frack
blitzen und gibt mit Leidenschaft den unterwürfigen Knecht, der sich in Wahrheit als
Strippenzieher entpuppt. „Tu’s nicht Guildo. Du hast doch alle lieb“, brüllt einer angstvoll
vom Rang. Doch Guildo tut es.
Pscht! Richard van Gemert donnert als speckiger
Leder-Rocker per Motorrad ins Geschehen und heizt den Saal mit Bravour auf – ein Schicksal, das
nicht vielen Tenören an der Hochschule vorhergesungen wird.
Marilyn Bennett hat
als Riff-Raffs Schwester die Dinge elegant unter Kontrolle, was auch an ihrer extragalaktischen
Reptilien-Korsage liegt.
Tanja Schun spielt mit Begeisterung das spießige
Mädchen, das im Horrorschloss die Lust entdeckt. Nicht ohne Grund spricht sich Weiss wie vice
aus: Laster.
Jeffery Krueger sieht im rosa Morgenmantel mit
Feinripp-Unterwäsche absolut süß aus, nachdem Frank ihn Mores gelehrt hat.
Tillmann Schnieders trägt eine goldene Schamkapsel, in Amerika auch Jockstrap
genannt, womit klar ist, auf was sich die Funktion des Neugeborenen reduzieren soll. Beim Festmahl
darf er eine Caprisonne trinken.
Susanna Mucha ist mit Piepsstimme und
Cheerleaderröckchen eine würdige Witwe ihres geliebten Eddie.
Orlando
Mason tritt in Cord-Hosen mit Schlag auf: Boring?
Es ist seit langem ein
Herzenswunsch vieler Theatergänger in der ganzen Region, Werner Hahn einmal in Highheels und
Netzstrümpfen zu sehen. Hier wird so einiges enthüllt, nachdem Hahn im Rollimobil Franks
Heim geentert hat.
Besonders leichthändig choreographiert die Regie das Spiel
mit den Verwandlungen und erotischen Versuchungen. Dabei entstehen teilweise sogar richtig poetische
Bilder, die trotzdem sexy sind. Die Orthopädischen Strümpfe bringen den Saal mit Freude
zum Kochen. Der Funke springt sofort über: Am Ende gibt’s Beifall im Stehen direkt nach dem
Schlussakkord, das Publikum geht widerwillig erst dann, als sich der Vorhang partout nicht mehr
öffnen will.
Interview d radio kultur
Beitrag der Westen
Die Superband: Seeside ist die Nummer eins
Die Sieger von Deutschlands größtem integrativen Musikwettbewerb stehen fest
Berlin, 29. November 2011 – Drei Gruppen haben den bundesweiten Wettbewerb „Guildo sucht die
Super-Band“ gewonnen. Platz 1 belegt die Formation Seeside aus Greifswald, auf den zweiten Rang
kamen Bitte lächeln aus Hamburg, und die Spirit Steps aus Mülheim an der Ruhr erreichten
Position 3. Entschieden haben die Fans, die auf www.gemeindehorn.de abstimmen konnten, und die Jury,
in der neben dem Vorsitzenden Guildo Horn auch die Cellistin Katharina Reichelt, der
Konzertveranstalter Jochen Breit-Tiffe, der EMI-Manager Manfred Rolef sowie der Entertainer Tom
Gaebel saßen. Unterstützt wurde „Guildo sucht die Super-Band“ u.a. von Henry Maske, den
Höhnern und Tobias Künzel von Die Prinzen.
„Wir haben einen 1., 2. und 3.
Platz und sieben 4. Plätze. So sehe ich das, und letztendlich haben alle zehn Finalisten ihre
Chance genutzt und sich einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt“, so Initiator Guildo Horn.
„Überall wurden die Musiker durch lokale Presse und die Bevölkerung unterstützt, wie
zum Beispiel in Greifswald, wo der NDR in den letzten Tagen kräftig die Werbetrommel
gerührt hat und sogar ein Porträt über die Band Seeside gedreht und ausgestrahlt
hat.“
Mit „Guildo sucht die Super-Band“ riefen Guildo Horn und die Bundesvereinigung
Lebenshilfe musikalische Talente unter Menschen mit geistiger Behinderung dazu auf, bei Deutschlands
größtem integrativem Musikwettbewerb mitzumachen. Über 200 Bands reichten ihre
Beiträge ein. Das Siegertrio hat nun ein Wochenende in Berlin sowie Geldpreise im Gesamtwert
von 3.500 Euro gewonnen. Außerdem nehmen die Bands am Sonntag, den 18. Dezember in der
Berliner Kulturbrauerei am großen Weihnachtsfinale teil und treten dort mit Guildo Horn &
Die Orthopädischen Strümpfe auf.
ZDF Fernsehgarten vom 11.09.2011
Guildo sucht die Superband
Meine lieben Musikerkolleginnen und Kollegen von „Guildo sucht die Superband“.
Hier spricht das Horn selbst:
Erst einmal 1000 Dank für die vielen Einsendungen zu unserem musikalischen Wettbewerb. Ehrlich, das hat mich richtig umgehauen: mehr als 200 Einsendungen und was für tolle Musik! Extrem im Horn´schen Sinne! Das soll uns erstmal jemand nachmachen.
Wie geht´s nun weiter fragt Ihr Euch: Also, spitzt die Öhrchen: ich höre mir gerade mit einem Mitarbeiter der Lebenshilfe alle Hit´s an, die wir von Euch bekommen haben.
Hier entscheiden wir uns dann, welche Beiträge in die nächste Runde kommen. Diese beiträge werde ich mir dann noch mal mit einer erlesenen Fachjury (wer das sein wird verrate ich Euch baldigst) ganz genau anhören. Die besten Beiträge werden wir dann auf eine Internetseite stellen und Ihr entscheidet dann gemeinsam mit der Jury, wer Guildos Superband wird.
So, ich stürze mich wieder in die wundervolle „Arbeit“ und melde mich baldigst wieder bei Euch um Euch auf dem laufenden zu halten.
Bis dahin. Bleibt wie ihr seid und habt viel Spaß mit Eurer Musik.
Euer Guildo
12.000 Fans in Grömitz haben Guildo lieb!
Komm in die Gemeinde Horn!
Quotenmeter.de : Davon brauchen wir mehr!
Davon brauchen wir mehr!
Ziemlich auf den Tag genau vor fünf Jahren feierte ein weltweit bisher einmaliges Fernsehprojekt seine Premiere. Am Abend des 18. Juli 2006 begrüßte der bisher vor allem als Schlagersänger bekannt gewordene Guildo Horn die ersten Gäste seiner neuen Talkshow «Guildo und seine Gäste». Das Besondere dabei war, dass alle seine Gesprächspartner eine geistige Behinderung hatten. Es ging in der Sendung aber eben nicht darum, deren Einschränkungen und Schicksale zu erläutern und dadurch Mitleid bei den Zuschauern zu erzeugen, sondern sie vielmehr als gleichrangige Mitglieder der Gesellschaft und des öffentlichen Lebens darzustellen. Ziel war es also keine Sendung über, sondern mit Menschen mit Behinderung zu machen.
» der ganze Artikel bei Quotenmeter.de:
«Guildo und seine Gäste»: Es wird Zeit für ein Comeback!
«Guildo und seine Gäste»: Es wird Zeit für ein Comeback!
In der vergangenen Woche erinnerte Quotenmeter.de an die außergewöhnliche Sendung «Guildo und seine Gäste», in welcher der bekannte Sänger Guildo Horn mit Menschen mit geistigen Behinderungen sprach. Auch zahlreiche Leser trauern offenbar dem weltweit einmaligen Format nach, wie die vielen eingegangenen Reaktionen zeigten. So schrieb Alexander: „Die Idee der Sendung war super, denn auch Menschen mit Behinderung sind ganz normale Menschen, die die gleichen Bedürfnisse und Gefühle wie wir haben. Das muss endlich allen in Deutschland klargemacht werden.“
» Der vollständige Artikel bei Quotenmeter.de
Guildo Horn verleiht seine Brille
Die beiden prominenten TV-Köche Johann Lafer und Horst Lichter kochen zusammen mit Ireen Sheer
und Guildo Horn.
Bei "Lafer!Lichter!Lecker!" lernen jeweils zwei prominente
Gäste alles über das grosse Kocheinmaleins. Die Sendung mit Ireen Sheer und Guildo Horn
wird am 14. Mai dieses Jahres im ZDF ausgestrahlt. Beim Dreh hat sich Horst Lichter die Brille von
Guildo Horn aufgesetzt. Oh Schreck !
Guildo sucht die Superband
Guildo Horn unterstützt behinderte Menschen und die Lebenshilfe seit vielen Jahren, seine
berufliche Laufbahn startete er als Musiktherapeut bei der Lebenshilfe Trier: „Ich habe bei der
Lebenshilfe so viele tolle Leute kennen gelernt. Menschen, die nicht ständig jammern, sondern
gerne viel lachen und ihr Leben genießen. Egal, wie schwer sie es haben. Vor diesen Menschen
habe ich großen Respekt. Da will ich dabei sein.“
Bewerbungsschluss ist der 30.
April.
Das gibt es zu gewinnen:
Reise nach Berlin und Geldpreise im Gesamtwert von
3500 Euro.
Hier könnt Ihr Euch bewerben:
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die Superband !!!
29.01. ARD 20.15 Guildo Horn zu Gast im Winterfest der Volksmusik
Guildo in der 500. Folge 'In aller Freundschaft'
Ein Glück, dass die Mama von Guildo Horn nicht nur Nussecken backt, sondern auch Fernsehen
schaut! Andernfalls wäre es wohl kaum zum Gastspiel des 47-jährigen Entertainers in der
ARD-Erfolgsserie 'In aller Freundschaft' gekommen, denn Horst Köhler (so der bürgerliche
Name) ist viel zu beschäftigt, um sich Fernsehabende zu gönnen. Der Diplompädagoge,
der 1998 beim Eurovision Song Contest mit 'Guildo hat euch lieb!' den siebten Platz belegte, spielt
Theater, dreht Dokumentationen, feiert mit den Orthopädischen Strümpfen 20-jähriges
Bühnenjubiläum und engagiert sich für geistig Behinderte.
Die
Wahrscheinlichkeit, dass auch ich älter werde, ist wohl relativ hoch: Guildo Horn steht dem
Alter gelassen gegenüber – an ein Ende seiner Musikkarriere denkt er nicht. 'Die
Wahrscheinlichkeit, dass auch ich älter werde, ist wohl relativ hoch'.
Zwischendurch stand er für die 500. Folge der Krankenhausserie (Dienstag, 14. Dezember,
21.05 Uhr) vor der Kamera – und hatte mächtig Spaß. Im Interview mit dem Allrounder wird
deutlich: Guildo Horn ist zwar schräg, hat aber definitiv mehr zu sagen als piep, piep,
piep.
teleschau: Guildo Horn in einer Krankenhausserie – wie kommt's?
Guildo Horn: Ich bin ein Genre-Hüpfer, ich mache alles, was mir Spaß macht. Als die
Anfrage kam, wusste ich erst mal gar nichts damit anzufangen. Ich schaue nicht so viel Fernsehen,
bei mir läuft nur Sport. Die Sendung hat mir gar nichts gesagt.
teleschau: Wer
hat Sie aufgeklärt?
Horn: Meine Mutter! Ich habe sie angerufen und das ganz
beiläufig erwähnt – sie ist fast ohnmächtig geworden (lacht). Sie hat mir dann
gesagt, dass ich das unbedingt machen muss.
teleschau: Also alles der Mama
zuliebe?
Horn: Naja, man muss ja manchmal zu seinem Glück geschubst werden. Und
die Entscheidung hat sich im Nachhinein auch als absolut richtig erwiesen. Der Dreh war total
spaßig. Die Leute arbeiten intensiv, das Team ist stimmig. Egal, ob einer das Kabel trägt
oder vor der Kamera steht, die sind alle eine große Familie. Und dann wird das auch was.
teleschau: In einer Szene sind Sie bewusstlos.Wie schwer war das Stillhalten für
Sie?
Horn: Ja, das ist natürlich die große Kunst. Vor allem: Als
Bewusstloser Text zu lernen, das ist eine ganz, ganz kritische Sache. Das muss man können
(lacht). Nee, im Ernst, das ging schon. Ich spiele ja regelmäßig Theater und Musical. Die
meisten Leute kennen mich, haben eine gewisse Vorstellung von mir. Bunt und schräg. Viele
können sich nicht vorstellen, dass das eine Rolle ist und dass dahinter jemand ganz anderes
steckt. Aber meistens spielt sich das dann schnell ein. Ich lache unheimlich gerne, ich will
Spaß haben.
In den Pausen gebe ich sehr viel Müll von mir, aber bei der Arbeit
selbst bin ich dann schon konzentriert. Von daher war alles schön.
teleschau:
Können Sie sich vorstellen, eine feste Serienrolle anzunehmen?
Horn: Vorstellen
kann ich mir im Leben alles, außer zur Bundeswehr zu gehen. Da hätte ich Angst, mit einer
Gasmaske durch eine Röhre kriechen zu müssen. Generell brauche ich Vielfalt, ich brauche
meine Band. Feste Strukturen wie im Theater oder einer Serie finde ich aber zwischendurch auch nett.
Es muss nur ausgewogen sein. Jahrelang in einer Serie mitspielen, könnte ich nicht. Ab und an
find ich's aber toll.
Das hat seinen ganz eigenen Groove.
teleschau:
Nicht nur 'In aller Freundschaft' feiert Jubiläum – 2010 ist auch Ihr 20-jähriges
Bühnenjubiläum. Wie wird gefeiert?
Horn: Wir gehen auf Tour! Da werde ich
dann auch 20 Kerzen anzünden (lacht). Im Frühjahr 2011 startet die '20 Jahre
Zärtlichkeit'-Tournee. Im Dezember sind wir aber erst mal auf Weihnachtstour in Deutschland und
Österreich unterwegs. Das machen wir seit 20 Jahren. Wir spielen traditionelle
Weihnachtslieder, aber auch internationale Poptitel, zu denen ich Weihnachtstexte geschrieben habe.
Ich bin ein riesiger Weihnachtsfan. Das ist einfach ein Riesenfest, mit allem drum und dran:
Tränen, aber auch Freude.
teleschau: Tränen?
Horn:
Tränen der Freude (lacht). Es ist doch auch mal ganz schön, wenn man ein bisschen
gerührt ist. Wenn ich in der Kirche bin und mir eine Matthäuspassion anschaue, finde ich
das schon ergreifend. Da vergieße ich auch mal ein Tränchen.
teleschau:
Haben Sie sich schon Gedanken darüber gemacht, wie lange Sie noch auf der Bühne stehen
möchten? Noch mal 20 Jahre?
Horn: Das hat man mich schon vor 15 Jahren gefragt!
Da habe ich wohl schon ganz schön alt ausgesehen. Noch heute könnten Sie mich genauso gut
fragen, wann ich mit dem Atmen aufhöre. Wenn ich mal vom Ast falle, könnte das auch auf
der Bühne sein.
teleschau: Haben Sie Angst vorm Älterwerden?
Horn: Ach, ich denke, das ist eine Sache, die jeden beschäftigt. Statistisch gesehen soll
ja jeder Mensch älter werden, also ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch ich älter werde,
wohl relativ hoch. Älter werden ist aber gar nicht so schlimm. Letztlich geht es doch um die
Tatsache, dass man endlich ist. Da kann man sich viel mit beschäftigen, aber am Ende hat man eh
nix davon. Ich warte einfach ab, was passiert. Wie wenn ich auf die Bühne gehe. Außerdem
finde ich, dass ich im Alter immer reifer und hübscher werde. Und interessanter.
teleschau: Das soll bei Männern im Allgemeinen so sein. Männer werden nicht
älter, sie werden besser.
Horn: Wie Käse.
teleschau: Wenn
Sie immer besser werden – wäre es da nicht toll, noch mal beim Eurovision Song Contest
mitzumachen?
Horn: Eigentlich nein. Prinzipiell ist das ein superschöner
Wettbewerb. Ich habe damals zwei Jahre daran gearbeitet, dass ich teilnehmen kann. Ich wollte das
ganze System ein bisschen aufbrechen. Mittlerweile frisst die Revolution aber ihre Kinder. Wenn mir
das zu kommerziell wird, hat die Sache für mich keinen Reiz mehr. Höher, schneller, weiter
– das ist nicht meine Welt. Aber ich verfolge den Contest total.
teleschau:
Hätten Sie gedacht, dass der Wettbewerb für Deutschland noch einmal so ein großer
Erfolg werden kann?
Horn: Klar. Es war gut, dass sich die Kräfte miteinander
gebündelt haben. Öffentlich-rechtlich und Privatfernsehen, da schießt es dann aus
allen Kanälen. Und das ist dann der Weg zum Erfolg. Was soll da schiefgehen?
teleschau: Wie finden Sie denn Lena, haben Sie sie bereits kennengelernt?
Horn:
Nein, ich habe sie noch nicht kennengelernt. Und ich mache mir über Menschen immer erst ein
Bild, wenn ich sie persönlich kennenlerne. Dann weiß man, mit wem man es zu tun hat.
Über die Medien ist das schwierig. Ich kenne das ja.
teleschau: Ihre Botschaft
von damals, gilt die immer noch? Hat Guildo uns noch lieb?
Horn: Natürlich, die
ist völlig aktuell. Guildo Horn ist einer der letzten Romantiker der Jetztzeit, er ist ein
Gutmensch mit einem sehr großen Herz.
teleschau: Ihr großes Herz beweisen
Sie seit Jahren auch mit ihrem Engagement für geistig Behinderte. Was bedeutet diese Arbeit
für Sie?
Horn: Ich finde es total wichtig, dass geistig Behinderte die Chance
bekommen, nicht nur als Behinderte wahrgenommen zu werden. Ich wollte nach dem Abi Studiomusiker
werden und so richtig ordentliche Musik machen. Dann habe ich ein Soziales Jahr gemacht und bin in
das Vergnügen gekommen, mit geistig Behinderten zu musizieren. Das war ziemlich schräg,
aber voller Herz und Energie. Das hat mich umgehauen. Außerdem merkte ich, wie verkrampft ich
vorher war. Das hat mir gezeigt, dass ich meine Einstellung ändern muss, dass es um Herz geht,
und nicht um saubere Technik. Die Menschen faszinieren mich einfach.
teleschau:
Inwiefern?
Horn: Unsereins denkt viel nach. Die geistig Behinderten sind einfach nur
da – und das gibt unheimlich viel Lebensqualität. Ich kenne eine ganze Menge Leute, die total
gut aussehen, viel Geld verdienen, sich aber trotzdem scheiße fühlen. Und dann sind da
diese Menschen, denen man ihre Behinderung oft ansieht, die immer die Rückmeldung bekommen,
minderwertig zu sein. Aber die entwickeln trotzdem ein riesiges Selbstbewusstsein und einen gewissen
Stolz. Da kann man viel lernen. Mein Engagement hat also egoistische Gründe. Dementsprechend
bin ich auch kein Sozialheini, der mit erhobenem Zeigefinger daherkommt. Ich mache das, weil es mir
Spaß macht.
teleschau: Gibt's denn schon konkrete Pläne, wie Sie Ihr
Engagement in Zukunft ausbauen wollen?
Horn: Gerade habe ich eine Dokumentation
für den MDR gedreht, die fragt, ob geistig Behinderte die glücklicheren Menschen sind.
Jetzt möchte ich eine Doku über Behinderte und Glauben drehen, das finde ich auch total
interessant. Ob 'Guildo und seine Gäste' (SWR-Talkshow mit Behinderten, d. Red.) wiederkommt,
wird sich zeigen.
teleschau: Ihr soziales Engagement, die Musik, die Schauspielerei –
Sie haben ganz schön viel zu tun!
Horn: Zum Glück! Ich brauche das. Ich
bin so ein bisschen arbeitssüchtig.
Guildo - unser Fernsehliebling
Da darf Guildo nicht fehlen. Freddy Quinn, Karel Gott, Gitte.
Guildo – Du gehörst einfach dazu ! Das gucken wir uns an !
Liebe Freunde der heiteren und ernsten Muse,
am 29.11.2010 sendet die ARD um 21.00 Uhr in der
Reihe „Fernsehlieblinge“ den Film „Deutschland deine Schlager“, in dem Guildo natürlich mit
dabei ist. Wäre ja auch falsch, wenn ein Teil der deutschen Geschichte einfach ausgeblendet
würde. Vor die Alternative gestellt: entweder bei Guido Knopp – oder bei den
"Fernsehlieblingen" – da war die Entscheidung natürlich klar ! Guildo – Du
gehörst einfach dazu !!!
20 Jahre Zärtlichkeit - wer könnte da widerstehen ?!
20 Jahre Meister, über 2000 Live Konzerte und mehr als 500 000 verkaufte Scheiben. Und vor
allem: unzählige Momente voller Freude, Feiern, Liebe, Glück, Vergnügen, Party, Tanz
und natürlich ZÄRTLICHKEIT.
Hach, und das war und ist ja sooo
schön.
Was wäre ich ohne Euch ?
Hier ist mein Geschenk an Euch,
liebe Gemeinde.
„20 Jahre Zärtlichkeit – Das Beste von Guildo Horn und mehr“
20
ausgesuchte Filetstückchen der Horngeschichte.
Das Schönste aus der Hornschen
Plattenküche, also reinschmecken und wohlfühlen.
Wir wünschen Guten
Appetit oder Herzlich willkommen, denn der Kreuzzug der Zärtlichkeit geht weiter!
Natürlich.
» Vorbestellen
hier.
GUILDO HORN SUCHT DAS GLÜCK Samstag, 04.09.10 um 10.45 RBB FERNSEHEN
selbstbestimmt! | 04.09.2010 | 10:45 Uhr rbb fernsehen
Guildo Horn sucht das
Glück
Ein Film von Klaus Larisch und Guildo Horn
Guildo Horn
unterwegs in Mitteldeutschland
Bereits während seines Sozialen Jahres hatte Guildo Horn
Kontakt zu Menschen mit Handicap. Später studierte er Sonderpädagogik, auch geprägt
durch die Mutter, die bei der Lebenshilfe arbeitet. Heute ist Guildo Horn Künstler, Musiker und
Entertainer. Viele seiner damaligen "Betreuten" sind mittlerweile Freunde, musizieren oder
spielen Theater mit ihm. Es sind vor allem Menschen mit geistiger Behinderung. Irgendwann wurde
Gildo Horn einmal gefragt, ob "diese Menschen" überhaupt glücklich sein
könnten? Seine Theorie:
"Geistig Behinderte und Leute mit Lernschwäche haben
es oft einfacher, zufrieden und glücklich zu sein."
Diese Frage will er,
will der Film beantworten. Guildo Horn reiste deshalb durch Mitteldeutschland. Die Betroffenen
selbst werden in ihr Leben schauen lassen, werden berichten. Aber auch Glücksexperten, die
Wissenschaftler, kommen zu Wort.
"Was mich am meisten auf der Suche nach dem
Glück überrascht hat? Glück hat ganz viel mit Mut zu tun."
Guildo Horn
» Link zum rbb –
angucken !
verliebt, verlobt, ver ...!?
Very Special Guest: Petra Brings und ihr Bruder Stefan!
der Horn im Studio...
Er verbringt den Tag im Studio.
Das neue Album wird gerade aufgenommen,
zum 20. Jubiläum der "Strümpfe".
"In Würde altern" – schöner Titel !
Apropos Titel: noch 2 Spiele :-)
Viel Spaß weiterhin beim Fußball !!!
++++ PRESSEMITTEILUNG ++++ Horst Köhler tritt als Präsidentschaftskandidat zurück!
Liebe Mitglieder des deutschen Bundestages,
nach eingehender Beratung mit meiner Kernfamilie bin ich schweren Herzens zu folgendes Entschluss gekommen:
Ich ziehe mit sofortiger Wirkung meine Bewerbung um das Amt des Deutschen Bundespräsidenten zurück.
Es war mir eine Ehre, dem deutschen Volk als Präsidentschaftskandidat gedient zu haben.
Ich bitte euch fortan, bei der bevorstehenden Wahl statt meiner Person nun Herrn Gauck zu
unterstützen.
Um weiteren Spekulationen über meine Beweggründe vorzubeugen
verspreche ich, mich zum gegebenen Zeitpunkt zu äußern.
Ich danke Euch aus vollem
Herzen für eure aufopferungsvolle und tatkräftige Unterstützung in den vergangenen
Wochen
Umso mehr hoffe ich Euch mit diesem Schritt nicht allzu sehr enttäuscht zu
haben.
Vielen Dank für Euer Vertrauen.
Euer Horst Köhler.
Bundespräsidentschaftskanditat a.D.
Horst Köhler drückt die Daumen!
bevor sich unser Planet für mehr als 4 Wochen endlich nur noch um König Fußball dreht, möchte ich der Deutschen Delegation von dieser Stelle meine Präpräsidialen Daumen drücken. Seid versichert, hier im kleinen Deutschland glaubt man an Euch.
Was ich von Euch sehen möchte ist ein gepflegter Angriffsfußball mit rassigen Flankenläufen ohne das übliche Klein, Klein am Mittelkreis. Ob Systemmäßig mit der Route, einem pfiffigen 4-3-4, oder 4-4-2-1, oder 5-3-2-1, oder handelsunüblichem 1-1-1-1-1-1-1-1-1-1-1..., ob mit ballorientierter Manndeckung, oder der Daum´schen Staubsaugervertretermentalität.. 11 Freunde sollt Ihr sein. Habt Euch lieb! Pflegt mir den Poldi, der lacht so gerne und hätschelt mir den Miro, damit er zielgenau entkrampft.
Und so erhebe ich meine Vuvuzela gen Südafrika und puste Euch ein fernschriftliches: Holt Euch den Pott entgegen!
Dankbar für die nächsten Wochen
Euer
Horst Köhler
+++ PRESSEMITTEILUNG +++ +++ HORST KÖHLER NIMMT STELLUNG +++
Mit Bestürzung habe ich den plötzlichen und unerwarteten Rücktritt unseres geliebten Bundespräsidenten am 31. Mai vernommen. Aus Respekt vor dem präsidialen Amt werde ich an dieser Stelle von einer Bewertung der Geschehnisse absehen, werde mich aber zu gegebenen Zeitpunkt dazu äußern.
Nicht nur unser Land, sondern der gesamte Planet steht vor, sie dürfen mich hier zitieren, schier unüberwindbaren Aufgaben und Prüfungen. Ob ökologisch, ökonomisch, ob bei der Suche nach neuen nachhaltigen Werten oder der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft. Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen.
Machen wir es kurz!
Ich habe gestern mit meiner Familie gesprochen und grünes Licht bekommen. Will heißen: Ich stehe bereit! Bereit, das Amt meines Namensvetters, unseres zurückgetretenen Staatsoberhauptes Horst Köhler zu übernehmen.
» Ich nehme die Wahl an
Ich bin deutscher Staatsbürger, über 40 Jahre alt, habe unser Land bereits würdig international vertreten. Ich habe ein großes Herz und einen großen Rückhalt in unserer Bevölkerung.
Zugegeben, ich bin kein Politiker im klassischen Sinne, aber: „Das ist auch gut so!“
Ich gehöre keiner Partei an und will als regulatives Souverän Präsident aller Deutschen sein. Das ist zwar ein extrem abgedroschener Satz, aber ich finde so etwas muss hier gesagt werden, obwohl es eigentlich ohnehin selbstverständlich sein sollte. Natürlich schickt es sich nicht, sich selbst für dieses Amt ins Gespräch zu bringen, aber unser Planet quietscht und eiert, und wir haben definitiv keine Zeit mehr zu verlieren. Die zunehmende Staatsverschuldung droht zu einem Flächenbrand zu werden.
Ich koste nicht viel:
– Wir brauchen keine neuen Visitenkarten zu drucken
– Kein neues Briefpapier (Ökobonus)
– Ich werde meine Staatsgeschäfte von Zuhause aus steuern
– Schloss Bellevue wird zu einer inklusiven Begegnungsstätte
– Die übrigen Regierungen weltweit müssen sich keinen neuen Namen merken (das bringt Sympathien) und keine neuen Einladungskarten drucken
– Als Gastgeschenke gibt es demnächst Nussecken, Mama ist zwar in Rente, hat sich aber bereit erklärt, für den Weltfrieden zu backen
.....um hier nur einige Vorzüge meiner Inthronisierung zu nennen.
Natürlich bin ich mir bewusst, dass das Amt des Bundespräsidenten auch Opfer von mir fordern wird. Hier ist es:
Ich bin bereit, freiwillig zum Frisör zu gehen.
» Ich nehme die Wahl an
Also, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Bundeskanzlerin Merkel, Herr Außenminister Westerwelle, Herr Dr. Seehofer, sehr geehrte Oppositionelle.
Nun liegt es in Ihrer Hand, das Gespräch mit mir zu suchen. Lasst es uns wagen – auf in eine neue blühende Zukunft, vielleicht auch wieder mit Griechischem Wein, denn ich glaube: „Wunder gibt es immer wieder!“
Freundlichst und mit präpräsidialem Gruße
Ihr Horst Köhler (Guildo Horn)
Der Siegel ist weg, es lebe der Igel!
..sie mussten 2 Stunden operieren um das Lächeln aus meinem Gesicht zu entfernen! Der Pott ist wieder zuhause. Ich kann es kaum fassen, was für ein großer Moment für den viel gebeutelten ESC in Deutschland...
Von ganzem Herzen und orthopädischer Seele Glückwünsche, an Lena, Stefan und das gesamte Team...
Große Unterhaltung, und ich frisch geduscht im Bademantel auf der Couch.... Mit so einem Rückenwind sollten wir jetzt auch Weltmeister werden.... Wohlgelaunt begehe ich meinen Tag...
Guildo auf der Suche nach dem Glück
Nach einem Besuch bei der Lebenshilfe Leipzig waren wir nun in Leipzig, Dresden, Neustadt in Sachsen und Weimar unterwegs. In Dresden haben wir Christoph getroffen. Ihm strotzt das Glück nur so aus den Augen. Christoph verbringt seine Freizeit fast ausschließlich mit Sport: Reiten, Schwimmen, Fußball und Skilanglauf.
Da ich auch ein leidenschaftlicher Reiter bin, traf ich Christoph bei einem traumhaften Ausritt am Rande von Dresden, und am nächsten Tag bei einem Fußballturnier in Neustadt in Sachsen. Es goss wie aus Eimern, Christophs Mannschaft verlor zweistellig, aber die Freude war groß.
Ach ja: Ausstrahlung unseres Films ist Anfang August, bei MDR, RBB und 3Sat. Mein Weggefährte auf der Suche nach dem Glück ist Filmemacher Klaus Larisch, mit dem ich gemeinsam das Konzept entworfen habe.
Neue Termine für Sommer 2010 jetzt unter TERMINE
Guildo Horn ist INTO THE WOODS im Theater Hagen.
Am Theater ist Horn ein gern gesehener Gast: So spielte er bereits in Musicalproduktionen wie "Kiss Me, Kate" am Aalto Theater Essen oder in Frank Nimsgerns Erfolgsmusical "Paradise of Pain" am Stadttheater Trier mit.
Die Neuproduktion „Into the Woods“ entsteht in einer Kooperation mit der Folkwang Hochschule Essen. Deren Studiengang „Musical“ wurde 1989 gegründet und feiert in diesem Jahr sein 20jähriges Bestehen.
Regie führt Gil Mehmert. Seine inzwischen über 70 Inszenierungen entstanden u.a. am Schauspielhaus Bochum, dem Schauspiel Essen, den Hamburger Kammerspielen und am Prinzregententheater München. Für die Ausstattung zeichnet Janina Mendroch, für die Choreographie Kati Farkas verantwortlich. Die musikalische Leitung übernimmt Generalmusikdirektor Florian Ludwig.
GUILDO MACHT MÄCHTIG WIRBEL
Beinharte Manfred-Mann-Fans fangen an zu schunkeln und fragen sich, „was mache ich hier?” Die Erklärung, simpel: Beim 5. Seegeflüster im Freibad am Hengsteysee ließen sich am Samstag 4000 Besucher von Guildo Horn begeistern, der vor den Musikurgesteinen aus England auftrat.
Mit einem Schrecken vor dem Start ging es los, als in der Nacht zu Freitag das Unwetter die
Bühne ins Wanken brachte und der Wind das Dach abdeckte. Danach durften sich die insgesamt gut
8000 Besucher an den drei Tagen über bestes Open-Air-Wetter freuen. Und am Ende strahlten auch
die Organisatoren und der Veranstalter, die Hagener Versorgungs- und Verkehrsbetriebe (HVG),
über das gelungene Festival. Auch wenn der Freitagabend mit „Sasha” als Star weniger Publikum
lockte als erwartet. Nur 3000 Menschen trotz des Eintrittspreises von 25 € — sonst ist der
frühere Dortmunder auf seiner Tour eher für knapp den doppelten Preis zu sehen. Dass
für den Samstag deutlich mehr Karten abgesetzt wurden, wundert eigentlich nicht. Hunderte
Tickets wurden allein in Hagen auf den letzten Drücker noch verkauft – der „Meister” lockte.
Guildo Horn kam nach 2007 zum zweiten Mal zum Seegeflüster und räumte mit seinen
Schlagercovern richtig ab. „17 Jahr', blondes Haar...” oder „Wunder gibt es immer wieder...” – und
das kleine Wunder passierte. Das Publikum ließ sich von der ersten Minute an vom Entertainer
anstecken und sang mit, klatschte, machte einfach alles, was der „Meister” vorgab – eben sogar
schunkeln. Horn hat offenbar eine feste Fangemeinde in Hagen gefunden und verspricht, wieder zum
Seegeflüster zu kommen. Für einen Monat zieht er sogar in eine kleine Zweizimmerwohnung in
der Volmestadt, um für die Proben von „Into the woods” bis zur Premiere am 3. Oktober pendeln
zu können. Man wird ihn also vielleicht auch mal im Biergarten treffen. Wahrscheinlich
verzichtet er dann aber auf seinen türkisfarbenen Breitcordshort. Nach dem begeisternden
Auftritt tat sich sogar Manfred Mann's Earthband ein bisschen schwer, die Stimmung zu halten. Die
glänzenden Musiker um Gitarrist Mick Rogers und Manfred Mann an den Keyboards holten sich ihre
Fans dann über Hits wie „Davy's on the road again” , „Spirits in the night” und dem Dylan-Song
Migthy Quinn ab.
30.08.2009 16.00 Uhr Trier trommelt! und Guildo Horn moderiert.
am Sonntag, dem 30.08.2009
Trommeln für ein selbstbestimmtes Leben!
Gemeinsam mit Ihnen, liebe Webseitenbesucher, lautstark trommeln, auf sich aufmerksam machen, Selbstbewusstsein zeigen: Das möchten über 650 behinderte und nicht behinderte Mitarbeiter der Lebenshilfe-Werke Trier anlässlich ihres 40jährigen Jubiläums mit einem spektakulären Weltrekordversuch in Trier am Sonntag, 30. August 2009.
» TRIER TROMMELT
Neue Single MOSKAU
„Moskau, Moskau …
… wirf die Gläser an die Wand“ sangen Dschingis Khan anno 1979. Mit
dieser Hymne an Väterchen Russland ließ die Band ihrem 4. Platz beim Grand Prix
Eurovision de la Chanson sogleich einen weiteren Gassenhauer folgen. Heute, runde 30 Jahre
später, findet der Grand Prix tatsächlich in Moskau statt. Grund genug für Guildo
Horn, dem „Meister der Herzen“, den alten Hit zu reanimieren und ihn in voller „Breitsaite“ wieder
aufs Publikum loszulassen.
Schließlich hat Guildo Horn den Grand Prix im Jahr 1998 mit
dem Song „Guildo hat euch lieb“ regelrecht revolutioniert. Wochenlang schmückte er die
Titelseiten der Tageszeitungen, belegte einen hervorragenden 7. Platz bei dem traditionsreichen
Wettbewerb und stieg auf Platz vier der deutschen Single-Charts. Bis heute erreichte der Entertainer
und Musiker in über 1.200 Konzerten rund 1,6 Mio. Zuschauer und gehört mit mehr als
750.000 verkauften Tonträgern zur Crème de la Crème der deutschen
Unterhaltungsindustrie.
Der gelernte Diplompädagoge wagt sich mit „Moskau“ abermals an
deutsches Kulturgut heran, um es in seinem Sinne gleichzeitig durch den Wolf zu drehen und zu
bewahren. „Fremd und geheimnisvoll“ kommt Guildo Horns Neuauflage freilich nicht daher, vielmehr
prall, fett und rockig, mit treibenden Gitarrenriffs sowie Chor- und Bläser-Unterstützung.
Ab sofort ist „Moskau, made by Guildo“ in allen gängigen Online-Music-Stores erhältlich
und avanciert damit zum Muss für alle Menschen in Partylaune und Feierstimmung.
Guildo
Horns Interpretation des Hits von Dschingis Khan ist nicht nur eine schillernde Hommage an die
Musikgeschichte, sondern auch an Ralph Siegel, der als Komponist bis zum heutigen Tag sage und
schreibe 18 Grand-Prix-Titel ins Rennen um die europäische Schlagerkrone geschickt hat.
Produziert hat den Song kein geringerer als „Hit-Worker“ Helmuth Rüssmann, der sich schon
für Guildo Horns erste Chart-Erfolge sowie für Brings, Thomas Anders und Wolfgang Petry
verantwortlich zeichnete.
Jetzt heißt es „Ohren auf“ und reinhören ins Moskau des
Jahres 2009!
Guildo und seine Gäste- Hausbesuch für den Grimme- Preis 2009 nominiert!
weitere Infos zum Hotel unter » Stadthaushotel Hamburg
Infos zum Grimme- Preis unter » Adolf Grimme Preis
GUILDO HORN: DOPPEL-ICH- Die andere Seite des Horst Köhler
Guildo Horn: Doppel-ich- Die andere Seite des Horst Köhler
Gestatten:
Köhler, Horst …! Nicht der Dröge, ständig Mahnende. Nein, ich bin’s: Der mit dem Horn
tanzt! 63er Modell. Wassermann, im Aszendent Schlampe. Halbwaise seit meinem 7. Lebensjahr.
Jüngster Hypochonder der Weinregion Mosel-Saar-Ruwer. Körperbau: athletischer Tropfen.
Passionierter Schlagzeuger mit dem Hang zur Weltkarriere. Langjähriger Messdiener und
Gefangener der „RKK“ (Römisch-katholischen Kirche).
Horst Köhler: Der
Schrecken der Lehrerschaft und Denkmeister aller Klassen. Nach dem Abi beginnt meine erste
exterrestrische Mission. Ein soziales Jahr in der Lebenshilfe Werkstätte für geistig
Behinderte Trier. Hier treffe ich endlich normale Menschen, von denen ich lerne, wie man richtig
durchs Leben stolpert. Ich studiere Pädagogik und mache mit meinem Doppel-Ich als Musiker
Karriere. Ein Lebensweg, den ich ohne die Reise zu den außerirdisch Irdischen nie gegangen
wäre.
Die Autobiographie Doppel-ich- Die andere Seite des Horst Köhler
erscheint am 19.09.2008
Welt am Sonntag
VON ANDREAS FASEL14. September 2008, 03:16 Uhr
In seiner Autobiografie schildert Guildo Horn, wie er in einer Musikgruppe für Behinderte lernte, aus sich heraus zu gehen.
Der Mann ist nicht zu übersehen. Selbst wenn er wie jetzt Jeans, ein verwaschenes graues
T-Shirt, eine Schirmmütze und Stoppelbart trägt. Als Guildo Horn zum Interview-Termin in
seinem bergischen Landhaus-Stammlokal erscheint, wird er prompt angesprochen. Vier ältere
Herrschaften, die gerade zu Mittag essen: "Sie sind doch der Guildo Horn. Was machen Sie denn
hier?" "Ich wohn' doch hier in der Gegend." Er gibt den Leuten die Hand. Es folgt ein
kurzer Smalltalk, "guten Appetit noch". Das Seniorenquartett strahlt, die
überraschende Begegnung hat dem Tag ein kleines Glanzlicht aufgesetzt.
"Ich
wollte nie berühmt werden", schreibt Horn in seiner soeben erschienenen Autobiografie, in
der er erzählt, wie der Trierer Student Horst Köhler zu Guildo Horn wurde. Es kam dann
doch anders: Vor zehn Jahren trat er beim Grand Prix auf, Deutschland geriet in einen
Ausnahmezustand, in eine regelrechte Horn-Hysterie, das Land spaltete sich in Horn-Fans und
Horn-Gegner. Das vergisst man nicht so schnell, auch nicht im Bergischen Land.
Heute
spricht Horn über diesen kometenhaften Aufstieg, als wäre alles so eine Art
Missverständnis gewesen – oder jedenfalls vollkommen unbeabsichtigt. Und als müsse er nun
eben mit den Folgen leben. Warum er nicht einfach die Berühmtheit zurückschraubt und sich
zurückzieht von der Öffentlichkeit? "Wie soll dat denn gehen?", fragt
Guildo-Horst-Horn-Köhler zurück und nagelt sein Gegenüber mit einem durchdringenden
Blick fest. Wären das die Augen eines Hundes, man wüsste nicht, was besser ist: dem Blick
standhalten – oder sollte man sich vielleicht doch lieber davonschleichen? Zum Glück lacht Horn
gleich wieder. Es sei doch auch ganz gut, bekannt zu sein, sagt er dann. "So kann ich immer
machen, was ich will und was mich interessiert."
Im Moment interessiert ihn vor
allem die Sendung "Guildo und seine Gäste", eine Talkshow mit geistig Behinderten,
die er für den SWR macht. Stundenlang könnte er über die erstaunlichen
Fähigkeiten seiner behinderten Gäste schwärmen. "Da sind Künstler dabei –
da fällst du einfach um", ruft er und reißt sich vor lauter Begeisterung die
Schirmmütze vom Kopf. Er erzählt von den Gemälden einer Frau mit Down-Syndrom –
"du guckst das an und bist sofort gut drauf". Ein Riesengeschenk sei das, solche Leute
kennen zu lernen. Und im Grunde ist seine jetzige Autobiografie eine kleine Revanche und eine
Danksagung für dieses "Riesengeschenk".
Denn im Zentrum seiner
Lebensbeschreibung "Doppel Ich" schildert Horn, wie er überhaupt erst durch die
Begegnung mit geistig Behinderten in die Lage versetzt wurde, sich aus der Enge seiner Jugend zu
befreien – damals im Trier der 80er-Jahre.
Man muss sich diesen halbstarken Horst
Köhler als einen liebenswerten, eigenwilligen und eigensinnigen Schüler vorstellen, dessen
ganze Energie von zwei lebenswichtigen Aufgaben aufgebraucht wird: Erstens muss er irgendwie die
Herausforderungen des Erwachsenwerdens bewältigen – und die Zurückweisungen der von ihm
angebeteten Maren einstecken. Zweitens ist er von der fixen Idee besessen, ein professioneller
Rock-Schlagzeuger zu werden. "Ich kann gar nicht aufzählen, wie viele Tage und Stunden ich
damals an und mit meinem Instrument verbrachte... Oft lag ich stundenlang vor meinem geputzten Baby
auf dem Teppich und geilte mich am Anblick dieser Höllenmaschine auf. Das alles in dem
Ansinnen, meinen großen Traum zu verwirklichen: von der Musik leben können."
Mitunter macht man sich als Leser Sorgen, dieser Horst, der von Mutter und Tanten
"Samtköpfchen" genannt wird, könnte sich in seinen Illusionen verlieren und in
den Besäufnissen mit seinen Kumpels zugrunde gehen. Doch dann tritt Mutter Köhler in
Aktion, die Frau, die erst Jahre später mit ihren Nussecken republikweit bekannt werden sollte.
Damals (wie heute) kutschiert sie mit einem Kleinbus durch die Gegend und bringt im Auftrag der
Lebenshilfe e.V. Behinderte zur Werkstatt. Und sie legt ihrem Sohn nahe, nach seinem Abitur in
dieser Behindertenwerkstatt ein freiwilliges soziales Jahr abzuleisten. Der orientierungslose Sohn
fügt sich.
Und nun folgen jene Kapitel, die sich fast lesen wie ein mystisches
Erweckungserlebnis. Horn/Köhler schildert, wie der stets um Coolness bemühte
Nachwuchs-Rockmusiker in den Werkstätten-Musizierkreis hineingerät und von dem
ekstatischen Treiben zutiefst verunsichert wird. Dabei wird doch nur "Hoch auf dem gelben
Wagen" gespielt. "Ich, der Musiker vor dem Herrn, wurde hier mit etwas konfrontiert, das
mich offensichtlich an meine persönliche Schamgrenze führte. Oh Gott, und wie ich mich
schämte. Vor was eigentlich? Hier saßen zwei Hände voll liebenswürdiger
Menschen, um miteinander zu musizieren. War es dieses Unverkrampfte, völlig Losgelöste,
Spontane? Bin ich nicht in der Lage, mich derart in die Musik fallen zu lassen wie die anderen hier
im Raum? Irgendetwas hatten diese Menschen hier mir voraus, das sie dazu befähigte, sich um
nichts anders zu scheren als um die Musik. War ich hier der Behinderte?"
Aber
Horst Köhler gibt nicht auf, im Musikkreis in der Werkstätte für Behinderte entdeckt
er die Chance seines Lebens: "Hier saß ich an der Quelle; im Kreise der besten
Lehrmeister in Sachen Spontaneität und Authentizität."
Später
wird dieser Horst Köhler die Leitung dieser Musikgruppe übernehmen. Er wird Pädagogik
studieren und eine Diplomarbeit mit dem trefflichen Titel "Die Befreiung von der Vernunft"
schreiben. Er wird in der Sendung "Schreinemakers" als Medium von Roy Black auftreten.
Doch alles was kommt, ist nicht zu denken ohne die Erfahrungen dieser skurrilen Musiziernachmittage.
Ekstase und deutscher Schlager – die Rezeptur für die Kunstfigur Guildo Horn stammt aus der
Werkstätte für Behinderte in Trier.
So ist er also nun, mit seiner Sendung
"Guildo und seine Gäste", an die Anfänge seiner Karriere zurückgekehrt –
und zum großen Thema seines Lebens. Und als der Mann mit der Schirmmütze und dem
durchdringenden Blick im bergischen Landgasthaus lange über Grenzen des Intellekts und der
sogenannten Normalität gesprochen hat – da bricht er mit einem Mal abrupt ab und macht eine
lange Pause. Dann sagt er: "Da werd' ich plötzlich ganz ernst." Als wäre ihm das
nicht ganz geheuer.
Guildo Horn- Doppel Ich- Die andere Seite des Horst Köhler,
Gütersloher Verlagshaus ISBN: 978-3-679-06990-6
+++Guildo Horn unterstützt Kampagne für Club Aktiv+++
"Das kann mir auch passieren"
Aus dem Trierischen Volksfreund/ Redakteur Dieter
Lintz
In den nächsten Wochen werden etliche Plakatwände in der Region
Trier die Blicke auf sich ziehen. Das ungewöhnliche Motiv: Guildo
Horn als Blinder oder
Rollstuhlfahrer. Hinter der spektakulären Aktion steckt der Trierer "Club Aktiv". Der
TV war dabei, als Mitte März die Bilder für die Kampagne entstanden.
Trier. Wer so populär ist wie Guildo Horn, wird häufig gefragt, ob er seinen bekannten
Namen für einen guten Zweck zur Verfügung stellen kann. "In meinem Büro
türmen sich die Anfragen", erzählt der Sänger. Längst nicht immer kann er
zusagen. Aber als der Trierer Club Aktiv ihn für seine Kampagne gewinnen wollte, gab es keine
lange Überlegung: "Klar bin ich da dabei, schließlich könnte es mir morgen
schon passieren, dass ich auch eine Behinderung hätte – zum Beispiel durch einen
Unfall".
Es gibt noch einen guten Grund für Guildo, sich gerade hier zu
engagieren: "Ich kenne den Club Aktiv, so lange ich denken kann". Mit vielen Menschen dort
hatte er schon zu tun, als er noch Horst Köhler hieß und an der Uni Trier
Behinderten-Pädagogik studierte.
Jetzt trifft er den Vorsitzenden Paul Haubrich in
Rainer Langers kleinem Foto-Studio im Industriegebiet Trier-Nord wieder.
Der
"Meister" ist für ein Foto-Shooting aus dem Bergischen Land angereist. Die Idee
stammt von der Föhrener Werbe-Agentur "Zweipunktnull": Guildo soll
flächendeckend als Behinderter im Rollstuhl oder mit Blindenhund auf Plakatwänden für
die Arbeit des Club Aktiv werben.
Die Botschaft ist eindeutig: Behinderung kann jeden
treffen, deshalb brauchen Organisationen Unterstützung, die sich um Behinderte kümmern.
"Auch im Sozialbereich geht es nicht mehr ohne Werbung", sagt Sabine Mach von der Agentur
"Mach&Schopp", die sich ebenfalls in den Dienst der guten Sache gestellt hat. Die
Botschaft müsse sich "einfach, schnell und im Vorbeifahren erschließen".
Paul Haubrich setzt auf die regionale Einbindung seines Vereins, der in Trier vielfältige
soziale Dienstleistungen und individuelle Unterstützung für behinderte Menschen anbietet.
Aber es geht nicht nur um Sympathie-Werbung für den Club, sondern auch um ein inhaltliches
Anliegen: mögliche Schranken zwischen Behinderten und Nicht-Behinderten abzubauen.
Schließlich sind in Deutschland 8,6 Millionen Menschen sichtbar oder nicht sichtbar behindert:
"Das ist jeder zehnte Bürger", sagt Paul Haubrich.
"Ich bin
total gespannt, wie die Sache ankommt", sinniert Guildo Horn nach eineinhalb Stunden
professionell absolvierter Model-Arbeit. Dass die auf 35 Plakatwänden ausgestellte Maskerade
bei "echten" Blinden oder Rollstuhlfahrern auf Vorbehalte stoßen könnte,
hält er für ausgeschlossen. "Nur weil jemand behindert ist, ist ihm doch nicht der
Humor abhanden gekommen", sagt der 45-Jährige. Die Betroffenen hätten "mit so
was viel weniger Probleme als andere".
Er muss es wissen. Spätestens seit
seiner Sendung "Guildo und seine Gäste" ist er so etwas wie der
Behinderten-Beauftragte der Nation. Die große Resonanz, die seine SWR-Talkrunde erzielt, macht
ihm sichtlich Freude. "Ich habe das Gefühl, dass behinderte Menschen zunehmend
selbstbewusster werden", fasst er seine Eindrücke zusammen.
Und wenn die
Club-Aktiv-Kampagne dazu einen weiteren Beitrag leistet, hat sich die Arbeit schon
gelohnt.!"
Nun aber auch bei Myspace...
Bei Youtube: zdftheaterkanal: Bericht über Leporellos Tagebücher
Meister-Sänger Guildo Horns Opernpremiere ist ein Erfolg
Schlagersänger Guildo Horn hat am Samstagabend in Singen (Kreis Konstanz) mit Bravour sein
Operndebüt absolviert. In dem musikalischen Kammerspiel „Leporellos Tagebücher“, frei nach
Mozarts „Don Giovanni“, begeisterte der „Meister“ in der Titelrolle die rund 1100 Zuschauer in der
neuen Stadthalle.
Der 44-Jährige Sänger und Schlagzeuger, bisher nach
eigenem Bekunden „Klassik-Legastheniker“, erntete tosenden Applaus. Der ehemalige Grand-Prix-Star
überraschte das Publikum bei der Uraufführung des musikalischen Kammerspiels mit einem
klangvollen Bariton und Kostproben seiner komödiantischen Begabung.
Horn erzählt
die Geschichte des Frauenhelden aus der Sicht des Dieners Leporello. Das Konzept der
90-minütigen Produktion und die musikalische Bearbeitung stammen von Fabian Dobler, Leiter des
Singener Kammermusik-Ensembles „Operassion“. Dobler am Piano dirigierte zugleich die
Sängersolisten und das Kammerorchester. Videoprojektionen ersetzten die Kulissen.
Vor
der Premiere hatte Horn gesagt, er fühle sich von einem großen Teil seines Publikums
verkannt. „Viele Leute verbinden mit Guildo Horn vor allem Leichtigkeit und Spaß. Dass
dahinter auch Arbeit steht, auf den Gedanken kommen die meisten Leute nicht. Und das ist auch gut
so, denn dann ist die Show gelungen“, sagte der 44-Jährige in einem Interview der „Frankfurter
Rundschau“.
Über seine Rolle als Leporello sagte Horn: „Das ist ja nicht so ’ne
Poser-Rolle, in der man stimmlich die Muskeln spielen lassen muss.“ Klamauk daraus machen wolle er
jedenfalls nicht – „das Hemd bleibt an“, erklärte der ehemalige Grand-Prix-Teilnehmer (“Piep,
piep, piep, Guildo hat euch lieb“), der bei seinen Pop-Konzerten öfter seine verschwitzten
Hemden ins Publikum wirft.
Guildo und seine Gäste- auf Hausbesuch
Dieses Mal ist Guildo 3 Tage zu Gast auf dem Hofgut Serrig der Lebenshilfe Trier.
Guildo Horn zieht für drei Tage mit Sack und Pack auf das Hofgut Serrig. Er ist diesmal selbst
Gast bei seinen Gästen. Viele Zuschauer wollten nämlich wissen, wie sieht eigentlich deren
Alltag aus? Guildo Horn ist Diplompädagoge und hat viele Jahre in verschiedenen
Lebenshilfe-Einrichtungen gearbeitet. Er ist mit dem Leben der geistig behinderten Menschen vertraut
und verschafft den Zuschauern mit seinem Besuch einen unverkrampften Einblick in eine Welt, die man
so nicht kennt. Er begleitet die geistig behinderten Menschen durch den Tag und erlebt mit ihnen die
besonderen, kleineren und größeren Abenteuern ihres ganz normalen Lebens. Auf dem Hofgut
Serrig werden Schafe geschoren, Obst und Gemüse gezüchtet, Hühner, Schweine
gezüchtet und in der eigenen Metzgerei verarbeitet , bevor die Crew mit eigenem Stand auf den
Wochenmärkten der Umgebung ihre Produkte verkauft.
Guildo nimmt an allem teil,
ob er Schafe scheren kann und Spargel stechen, ob er eine Hilfe war und ob er als Marktschreier
taugt, die Bewohner von Hofgut Serrig sind da knallhart und unverstellt mit ihrer Meinung. Die
Sendung zeigt die Menschen und ihre ganz eigene, oftmals verblüffenden Art und Weise, die
alltäglichen Dinge in einem ganz anderen Licht zu sehen und auf ihren Punkt zu bringen.
Lebenswelten erscheinen so plötzlich in einem anderen Licht. Die Spontaneität und
Offenheit der Beteiligten garantieren auch diesmal wieder Überraschungen für die
'Normalos', Überraschungen aus einer relativ unbekannten Welt vor unserer Haustüre.
» Hier gibt es weitere Infos über Hofgut Serrig
Lebenshilfe Medienpreis 2007 geht an Guildo Horn
Pressemitteilung der Lebenshilfe
März 2007
„Bobby 2007“ geht an
Guildo Horn
Lebenshilfe zeichnet Talkshow mit geistig behinderten Menschen aus
Guildo Horn (44) erhält in diesem Jahr den Medienpreis „Bobby“ der
Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung. Ausgezeichnet wird Horn
für seine Moderation der SWR-Talkshow „Guildo und seine Gäste“, in der er sich mit geistig
behinderten Menschen unterhält. „Solch ein Format gab es bisher noch nicht im deutschen
Fernsehen. Es war ein Wagnis, das Guildo Horn mit Bravour bestanden hat“, so Robert Antretter,
Bundesvorsitzender der Lebenshilfe.
„Guildo Horn begegnet seinen Gästen in
seiner typisch lockeren Art, aber immer auch mit dem notwendigen Respekt“, heißt es weiter in
der Begründung. „Er schafft damit eine Atmosphäre, in der behinderte Menschen aus ihrem
Leben plaudern, ohne vorgeführt zu werden. Die Zuschauer können so ganz authentisch einen
Einblick in die Gedankenwelt geistig behinderter Menschen erhalten.“ Neben Moderator Guildo Horn,
der in diesem Jahr mit seiner Talkshow auch für den Adolf-Grimme-Preis nominiert ist, zeichnet
die Lebenshilfe zudem den Südwestrundfunk (SWR) und die Produktionsfirma „Format.E TV
Productions“ aus. Die Preisverleihung wird im Herbst 2007 sein.
Mit ihrem Medienpreis
„Bobby“, der nach dem behinderten Schauspieler Bobby Brederlow benannt ist, würdigt die
Lebenshilfe jedes Jahr vorbildliches öffentliches Engagement für Menschen mit Behinderung.
Vor seiner Karriere als Musiker und TV-Moderator arbeitete Guildo Horn als Diplom-Pädagoge und
Musiktherapeut bei der Lebenshilfe in seiner Heimatstadt Trier. Seite 2
Seither
weiß er das musikalische Potenzial von Menschen mit geistiger Behinderung zu schätzen.
Seine Lieblingsband, so sagt er selbst, sei die Gruppe „Tabuwta“ der Lebenshilfe Nordhorn. Mit den
behinderten Musikern von Tabuwta hatte der Schlagersänger schon viele gemeinsame Auftritte.
Der Bobby wird in diesem Jahr schon zum neunten Mal verliehen. Zu den bisherigen
Preisträgern gehören unter anderen TV-Moderator Günther Jauch, Liedermacher Rolf
Zuckowski und das Team der ARD-Serie „Lindenstraße“. Unterstützt wird der Medienpreis der
Lebenshilfe durch die Versicherung Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge.
"Guildo und seine Gäste" für den 43. Adolf-Grimme-Preis nominiert!
» Adolf-Grimme-Institut
Wiederholung von "Guildo und seine Gäste" auch beim WDR Fernsehen
Wiederholung der 8 Folgen "Guildo und seine Gäste" bei ARD EinsPlus
Gesendet wird im Doppelpack, jeweils 2 Sendungen.
Start in EinsPlus Sonntag ,
07.01.2007, 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr.
14.01.2007, 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr;
21.01.2007, 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr;
28.01.2007, 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr.
Damit
kommt die ARD auch einem Wunsch verschiedener Behinderten-Verbände nach, die sich für das
Format einen
früheren Sendeplatz gewünscht haben. Im SWR Fernsehen war "Guido
und seine Gäste" um 23:00 Uhr zu sehen.
Der Artikel von Christoph Wirtz (stern.de) über "Guildo und seine Gäste" ist online
Den ganzen Artikel gibt es unter presse/extern oder natürlich auch mit vielen schönen Fotos unter » www.stern.de
SWR-Talksendung „Guildo und seine Gäste“ ausgezeichnet
Der diesjährige BG Paralympic Media Award in der Kategorie Fernsehen geht an den leitenden
Redakteur der Sendung „Guildo und seine Gäste“, Jo Frühwirth, Redaktion „Religion, Kirche
und Gesellschaft“ des Südwestrundfunks (SWR), und Moderator Guildo Horn. In der Talksendung
unterhält sich Guildo Horn mit Menschen mit geistiger Behinderung über aktuelle Themen. In
der Begründung der Jury heißt es: „Das bislang einzige Format dieser Art im Deutschen
Fernsehen ist ein gelungenes Beispiel für einen unverkrampften und glaubwürdigen Umgang
mit geistig behinderten Menschen.“
Der Jury des Medienpreises gehören u. a. der
Intendant des Zweiten Deutschen Fernsehen, Prof. Markus Schächter, der Intendant des
Westdeutschen Rundfunks, Fritz Pleitgen, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes,
Dr. Thomas Bach, der Vorsitzende des Sportausschusses des Deutschen Bundestags, Dr. Peter Danckert,
und Schirmherrin Doris Schröder-Köpf an. 1998 wurde der Paralympic Media Award vom
Deutschen Behindertensportverband ins Leben gerufen. Bisherige Preisträger waren u. a. Andreas
Bönte vom Politmagazin „Report“ (2003), die Sportredaktionen von ARD von ZDF (2004), Lorenz
Maroldt, Chefredakteur „Der Tagesspiegel“ (2004), Martin Zimmermann vom RBB (2005) und die Chinesin
Tong Li von Beijing TV (2005).
SWR-Intendant Prof. Peter Voß gratuliert den
Preisträgern: „Moderator Guildo Horn führt seine Gäste nicht vor, er nimmt sie ernst
– und sie nehmen ihn ernst, weil er den richtigen Ton trifft, ohne Herablassung oder aufgesetzte
Betroffenheit. Das Kompliment gilt auch der Redaktion, die etwas probiert hat, das es noch nie auf
dem Bildschirm gab.“ SWR-Fernsehdirektor Bernhard Nellessen: „Mit diesem Preis wird unser Anliegen
ausgezeichnet, Menschen mit geistiger Behinderung zu Wort kommen zu lassen, mit ihnen zu reden und
nicht nur über sie. Ein Wagnis, das sich gelohnt hat: ‚Guildo und seine Gäste’ ist eine
spannende, berührende und unterhaltsame Sendung. Mich beeindruckt immer wieder, wie ehrlich und
offen Guildos Gäste über ihr Leben, ihre Wünsche und Ängste, ihre Vorstellung
von Glück sprechen und wie sie den Alltag in dieser Republik erleben.“
Weitere Folgen von "Guildo und seine Gäste" im Herbst!!!
Die erste Sendung läuft am
Dienstag, 31.Oktober um 23.00 Uhr.
Die neuen Termine für "Guildo und seine Gäste"
31.Oktober
07.November
14. November
21. November, jeweils um 23.00 Uhr im SWR Fernsehen.
Und für alle "Nicht- Nachtschwärmer":
3Sat wiederholt
die Sendungen Samstag Nachmittags und zwar:
04.November, 14.50 Uhr
11.November, 14.50
Uhr
18.November, 15.00 Uhr
25.November, 14.45 Uhr
Wir freuen uns auf
Euch!!!
Neuartige Talkshow "Guildo und seine Gäste" im Südwestfernsehen
Premiere:
Dienstag, 18. Juli, 23.00 Uhr.
weitere Termine:
Südwestfernsehen: 25.07., 01.08. und 08.08., jeweils um 23.05 Uhr
"Guildo & seine Gäste": Eine ganz normale und doch etwas andere Talkshow. Ein
Wochenrückblick über die Themen die uns bewegen, kommentiert von Menschen, die auf eine
besondere Art und Weise bewegen – Menschen mit geistiger Behinderung. Wie denkt ein Autist über
die Fußball WM? Was sagt eine junge Frau mit Down Syndrom zum Thema Schönheitsoperation
und welche Meinung hat ein Lernbehinderter über all das, was uns in bunten Bildern und
großen Lettern tagtäglich diskutieren lässt. Bleibt Klinsmann Trainer der deutschen
Nationalmannschaft, ist die Noch-Ehefrau von Ex-Beatle Paul Mc Cartney ein geldgieriges Monster oder
eine Frau der bessere Kanzler?"
Immer im Vordergrund stehen Guildos Gäste,
nicht ihr Handicap! Menschen, die ihre ganz eigene, oftmals verblüffende Art und Weise haben,
die Dinge auf den Punkt zu bringen. Eine spannende, emotionale, und unterhaltsame Sendung, in der
auch gelacht werden darf – nie über Menschen mit Behinderung aber gerne mit ihnen.
Und man kann sich sicher sein, dass der "Meister" auch diesmal in keine Schublade zu
stecken sein wird. Auf seine ganz besondere Art wird der studierte Diplom Pädagoge mit seinen
Gästen, mal erfrischend respektlos, mal behutsam und einfühlsam, umgehen. "Guildo und
seine Gäste": Keine Sendung über, sondern mit Menschen mit Behinderung. Sehen Sie die
Welt einmal mit anderen Augen und finden Sie selbst heraus, wer hier "nicht normal" ist –
Sie oder Guildos Gäste.
Guildo und seine Gäste wird im WDR Fernsehen wiederholt!
